Maximale Privatsphäre zurück
03/2004
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Auf dem Land
Das Grundstück - in der Folge von einem Haus nach Gusto und Vorschrift besetzt – den Nutzern selten jenen privaten Grünraum, der ihnen beim Kauf einer Liegenschaft „auf dem Land“ vorgeschwebt haben mag. Denn die verbleibende Restfläche ist von Nachbarn und Straße gleichermaßen einsehbar, von der ungehemmten Fortpflanzung der Schallwellen im Freien ganz zu schweigen. |
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Räumlich durchdacht
Wenn es auch unter vertretbarem Aufwand kaum möglich ist, letztere wirkungsvoll in die Schranken zu weisen, so lohnt dennoch eine räumlich gut durchdachte Bearbeitung der Außenräume. Das ist dem Architekten beim Bau dieses Wohnhauses sehr gut gelungen. Als eine Komposition aus schützender Mauer und weit ausladendem behütenden Dach bezieht es sein unmittelbares Umfeld nur so weit in das Wohnen ein, als dieses dadurch bereichert werden kann. |
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Mauerdurchblicke
Die Mauer bietet Durchblicke, wo es sich lohnt. Beispielsweise die angrenzende Allee kann als ästhetische Komponente erlebt werden. Der Verkehrslärm oder neugierige Blicke jedoch werden mit dieser starken Geste zumindest atmosphärisch ausgeblendet. Der Garten steht über eine großzügige Verglasung im Erdgeschoss mit dem Wohnraum in Verbindung. Das Haus ist trotz der hellen, offenen Atmosphäre, die nicht zuletzt den großen Fensterflächen zu verdanken ist, ein Niedrigenergiehaus. |
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Schwebendes Dach
Unter das massive Dach, das dank einer Glasfuge zu den aufgehenden Wänden über der Anlage zu schweben scheint, sind die einzelnen Funktionsbereiche des Hauses wie Boxen abgestellt. Sie sind in ihrer Ausformung ebenso durchdacht wie im Zusammenhang untereinander und das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit von Architekt und Bauherrschaft. |
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Großzügigkeit
Nach dem Windfang respektive der von der Familie benutzten Schmutzschleuse öffnet sich daneben ein großzügiger Koch-Ess-Wohnbereich. Dieser ist durch einen gemauerten Raumteiler mit Kamin und Fernseher gegliedert. |
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Farbenspiel Die Wand neben der Stiege ist in kräftigem Rot gefärbt. Sonst dominieren dunkles amerikanisches Nussholz und die Sichtbetondecke das Erscheinungsbild im Inneren des Hauses. Die Schlafräume im Obergeschoss werden durch – ebenfalls aus Nussholz angefertigte – Kästen vom Gang getrennt, sodass Notwendigkeit von Stauräumen in den Zimmertrennkästen entfällt. |
Weiterführende Informationen
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