Für immer jung zurück

02/2003

Neue Hülle

Der solide Kern des Wohnhauses wurde deutlich sichtbar erhalten und mit einer Hülle umgeben, die abschirmt, wärmt, aber auch erweitert und der Sonne neue Schneisen in den Alltag schlägt.

An der nordöstlichen Hausecke, zum nachbarlichen Grundstück und zur Straße hin, ist die grau getönte Sichtbetonwand zur Gänze geschlossen.

Eingang

Das schräg gestellte Eingangsportal – nach Westen gerichtet, um nach der Lehre FengShui alle Energie der Besucher in das Haus mitzunehmen - weist in Richtung Garage. Es definiert mit der leicht ansteigenden Zugangsrampe einen intimen, mit grauen Steinen gepflasterten Vorplatz, der den rückwärtigen Garten schützt und nur punktuell den Einblick vom öffentlichen Straßenraum ins private Grünrefugium gewährt (schmaler Balkon über dem Eingang, ein kleiner Durchblick über der hohen Gartentür).

Übergang Garten - Haus

Man will sich nicht verschließen, auch wenn man in Ruhe wohnen möchte.

Eine wesentliche Forderung unserer Zeit an ein Haus ist ein fließender Übergang zwischen Bauwerk und Natur, die Erweiterung des Wohnraumes in den Garten. Daher löst sich der Betonschirm gartenseitig in ein Stützenraster auf, das mit großen Schiebeglaselementen ausgestattet den direkten Bezug zwischen Wohnzimmer, Loggia und Wiese mit ruhiger Geste ausspielt.

 

Zeichen des Wandels

Die kühne Gelassenheit, die der neue Hausmantel ausstrahlt, wird auch innen kenntlich. Der neue Vorraum und der Stiegenaufgang – vorbereitet für einen Lifteinbau - wurden hell und weit, mit Ausblicken nach draußen und Überblicken über die Wege im Haus. Ein Glaserker, als Schmuckstück nach außen, ist für die Umgebung ein präzise leuchtendes Zeichen des Wandels.

Veränderungen wurden nur dort gesetzt, wo sie ein Mehr an Komfort bewirken und gleichzeitig den Anspruch an eine dauerhaft ästhetische Form erfüllen.

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