Haus im Stall zurück
04/2003
Kraft der Form
Die Kraft, welche von der über Jahrhunderte unversehrt gebliebenen großen Form ausgeht, machte allerdings auch die Erhaltung des alten Gebäudes zur vornehmsten Bedingung aller Umbauarbeiten. Dieser Zwiespalt von Bewahren und Erneuern wurde, nach dem Entfernen von allen Zu- oder Einbauten als unnötigen Anlandungen der Zeit, durch das Einbauen eines „Hauses im Haus“ gelöst. Damit lebt die ursprünglichen Funktion des historischen Gebäudes, welches ja über der eigentlichen Stallebene als großer Speicher - heute würde man sagen: Container – diente, auf.
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Stallhülle
Die in die Hülle des ehemaligen Stalles gestellten Räume sind sehr individuell auf verschiedenste Anforderungen und Wünsche der Bewohner zugeschnitten und zeichnen sich nach außen als klar umrissene Körper ab. Sie sind, um Gewicht zu sparen, als Leichtkonstruktionen aus Holz errichtet.
Das Erdgeschoss ist in seiner ursprünglichen Anlage mit dem Mittelgang und den beiden einander gegenüber liegenden Eingängen nahezu unberührt geblieben und dient als eine Art Keller-Ersatz und großzügiger Abstellraum.
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Licht und luftig
Von hier aus führt eine einläufige Treppe hinauf in die Wohngeschosse und lässt Licht aus deren großen Fensteröffnungen bis in die Tiefe des Gebäudes fallen. Lichte, luftige Räume, vom mächtigen Dach des Stalles beschirmt und beschattet, öffnen sich auf tiefe Terrassen, die auch einen Gang um das Haus ermöglichen

Baustoffe
Auch in der Wahl der Baustoffe war man bemüht, dem Vorgefundenen gerecht zu werden. Die Wände sind aus Holz konstruiert, mit Kork gedämmt und – sofern überhaupt - mit Lehm verputzt. Dank eines Wintergarten-ähnlichen Vorbaues und der klugen Ausrichtung des Hauses kann die Sonnenenergie passiv genutzt werden.
Die Heizung erfolgt mit Holz. Ein zentral gesetzter Kachelofen wärmt den Großteil des Hauses während Sonnenkollektoren über der Terrasse den Energiebedarf verringern.
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