Bau-Kunst zurück
06/2003
Wunscherfüllung
Die Architekten realisierten alle diese Wünsche und ein wenig mehr, indem sie dem bestehenden Wohnhaus an der Gartenseite einen Anbau so weit nach Osten versetzt anschlossen, als es die Abstandsbestimmungen zum Nachbarn zuließen. Im Westen blieb genügend Platz für eine gemeinsame Terrasse und natürlich den Baum, der dem Anbau in der warmen Jahreszeit den notwendigen Schatten spendet. Die Außenwände des Gebäudes sind zum größeren Teil in Glas aufgelöst. Damit werden Haus, Garten und die umgebende Landschaft in direkten Zusammenhang gesetzt.
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Natürliche Baustoffe
Die Verwendung „natürlicher" Baustoffe war ebenfalls eine Vorgabe der Bauherrschaft an die Architekten. Die schlanke Tragkonstruktion ist aus einem Holzwerkstoff. Beton, Glas, Holz und Metall vervollständigen die bewusst eingeschränkte Materialpalette. Die Verglasung an der Ostseite des Hauses ist großteils undurchsichtig ausgeführt: An dieser Seite wäre man zu vielen Blicken ausgesetzt gewesen.
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Lebensbereicherung
Das Haus wird von der ganzen Familie als Bereicherung des Lebens empfunden. Ihre Begeisterung für die Kunst findet in seiner großzügigen Atmosphäre ebenso viel Entfaltungsspielraum, wie der Bewegungsdrang insbesondere der Kinder durch die enge Verschränkung von Außenraum und Innenraum. Nicht zuletzt aber hat sich der Gedanke des Zusammenrückens auf einem Grundstück für alle gelohnt: Der Neubau hat das bestehende, in einem wesentlich konventionelleren Geist errichtete Haus nicht entwertet, sondern ihm auch inhaltlich seinen Bestand zumindest für eine weitere Generation gesichert.
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