Über den Dächern zurück
07/2006
Eine Herausforderung
Die Wohnung umfasst mittlerweile das gesamte oberste Geschoss eines Gründerzeithauses oder vielmehr dessen ehemaligen Dachraum. Hier eine den Bedürfnissen zeitgenössischen Wohnens angemessene Atmosphäre der Offenheit und Großzügigkeit zu erzeugen war für die Architekten eine ebenso große Herausforderung, wie den vorhandenen Raum optimal zu nutzen und überdies der gehobenen bürgerlichen Ästhetik des neunzehnten Jahrhunderts mit modernen Ausdrucksmitteln gerecht zu werden
Die Architekten haben sie mit Verständnis für räumliche Zusammenhänge und Blickbeziehungen – nicht zuletzt zum attraktiven Umfeld der Wiener Innenstadt – mit Geradlinigkeit und der Bereitschaft zu unkonventionellen und durchaus maßgeschneiderten Details bewältigt.
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Interessante Einbaumaßnahmen
So haben Duschkabinen dank akribisch gezeichneter Detailpläne in ehemaligen Abstellräumen Platz gefunden, Schrankräume hinter Betthäuptern und Einbaukästen mitsamt dem Bett unter Dachschrägen. Die Trennung der Räume erfolgt vorzugsweise durch Schrankwände – nicht ohne Verglasungen über Kopfhöhe, um die Gänge entsprechend zu belichten -und mit Bedacht gesetzte Fensteröffnungen gewähren Ausblick auf so eindrucksvolle Motive wie beispielsweise die Kuppel der Karlskirche.
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Schöne Ausblicke
Betritt man die Wohnung über den Haupteingang – ein zweiter Eingang aus einer früheren Bauphase besteht und kann so bei Bedarf wieder aktiviert werden – fällt bereits der erste Blick in einen stillen Innenhof. Der mittels einer Schiebewand abgetrennte große Wohnraum blickt ebenfalls in den Hof und außerdem auf eine Dachterrasse, die, von den umgebenden Dächern windgeschützt, einen angenehm ruhigen Aufenthalt im Freien bietet.
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