Charmante Metamorphose zurück
11/2007
„Bauernsacherln“ sind bei Ruhe suchenden Städtern heiß begehrt. Die Frage nach einer angemessenen Adaptierung solcher Bestände ist allerdings nicht leicht zu beantworten. Die Familie hat erkannt, wie fragil der Charme eines solchen „Wohngebäudes im Grünland“, wie die korrekte Bezeichnung lautet, ist und wie schnell eine Modernisierung gerade jene Qualitäten zu zerstören droht, die einmal ausschlaggebend für den Kauf gewesen sind.
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Die Architekten an Komfort und Großzügigkeit gerecht werden kann, ohne die subtilen Spielregeln eines landwirtschaftlich geprägten Umfeldes gezeigt, wie man heutigen Ansprüche an Komfort und Großzügigkeit gerecht werden kann, ohne die subtilen Spielregeln eines landwirtschaftlich geprägten Umfeldes zu verletzen.
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Man nähert sich dem Haus mit seinen großteils verputzten, aus mehrere Bauetappen hervorgegangenen Körpern und dem wie provisorisch darüber schwebenden Satteldach über eine ländliche Zufahrt von Südwesten her. Der Haupteingang gibt, ein paar Stufen über das Terrain erhoben, den Weg in eine kleine Halle frei, die das Thema des Hauses in sich trägt: ein Zwiegespräch von Stadt und Land, von Urwüchsigem und verfeinertem Lebensstil.
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Die Halle vermittelt, selbst zweigeschossig angelegt, mit stimmigen Kunstwerken und gut durchdachtem Einbau-Mobiliar bestückt, den Eindruck dezenter Großzügigkeit. Ihr ebenfalls zweigeschossiges Fenster gibt den Blick auf die Äcker im Südosten und auf einem kleinen, von Lärchen und Buschwerk gesäumten Teich im Vordergrund frei, wo eine einzelne Ente Quartier genommen hat. Hinter der Halle öffnet sich ein mit der Küche verbundener Wohnraum, vor dessen über die Südostecke geführten raumhohen Fenster friedlich die Kühe grasen. Während das Erdgeschoss alle (Neben)räume fasst, die man zum Wohnen so braucht, birgt das Obergeschoss Arbeitszimmer und einen von einem West-Balkon ergänzten multifunktionalen Raum.
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Die sorgsam nach Ausblick und Sonnenstand gesetzten Öffnungen des Hauses, seine genau nach Funktionsabläufen entwickelten, wie der Boden aus Kirschenholz gefertigten Möbel, und nicht zuletzt die zwischen die Wände und die Kirschholz-Decke geschobene Glasfuge im Obergeschoss verstärken den Eindruck, sich im Inneren eines gediegen gearbeiteten Möbelstückes zu befinden. |
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In der Beschränkung auf traditionelle, handwerklich geprägte Baudetails und dem damit verbundenen Verzicht auf alles Laute und Spektakuläre aber schließt sich der Kreis zur Grundstimmung des „Ländlichen“, das rundum sanft an die Mauern des Hauses brandet.
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