Holz Überlieferung zurück
08/2007
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Eigentlich wären die Eigentümer auch ganz gerne in ihrer gemütlichen Wohnung geblieben. Doch da war nun einmal das Grundstück: eine innerstädtisch gelegene und dennoch zutiefst ländlich anmutende Oase, von den Eltern geerbt. Und – ebenfalls noch von den Eltern stammend – die darauf bestehende Bebauung.
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In dem einen Haus, das ursprünglich als Tischlerwerkstätte errichtet und unter den veränderten Bedingungen nach dem Krieg zum Wohnhaus umgedeutet worden ist, hat der Bauherr seine Kindheit verbracht. Das zweite Haus weiter oben am Hang wiederum war vom Vater des Bauherren – dem Inhaber einer Tischlerei – als Montageschuppen für den Zusammenbau von Stiegen errichtet worden. Hier haben die Eigentümer mit den Revitalisierungsarbeiten angefangen und in jahrelanger Arbeit den alten Schuppen in ein gemütliches Wohnhaus für zwei Personen verwandelt.
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Die Häuser auf der Liegenschaft – es gibt, das alte Wohnhaus und eine kleine Werkstätte mitgerechnet insgesamt fünf davon – sind allesamt aus Holz gebaut. Da der Bauherr wie sein Vater Tischlermeister ist, hat er alle zur Modernisierung der Gebäude notwendigen Holzarbeiten selbst gemacht und sich dabei gerne an viele Gestaltungsgrundsätze aus seiner Zeit an der Fachhochschule erinnert. Die Betonarbeiten hingegen sind die Domäne der Bauherrin gewesen.
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Denn es gab viel zu tun: es mussten nicht nur alle Wände gedämmt und die Fenster erneuert werden. Auch die Böden - bisher aus Holz über dem nackten Erdreich aufgebaut – haben einen korrekten Aufbau mit entsprechender Isolierung gegen aufsteigende Feuchtigkeit und Wärmedämmung erhalten. So präsentiert sich das kleine Wohnhaus nun zwar in seiner Erscheinung auf den ersten Blick wie eh und je, entspricht aber bauphysikalisch durchaus den – ziemlich hoch gesteckten – Anforderungen unserer Zeit.
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Auf den zweiten Blick bemerkt man natürlich auch Bauelemente, die eindeutig neueren Datums sind: das gläserne Vordach über dem Eingang zum Beispiel oder den Wintergarten, mit dem die Eigentümer ihren Wohnraum in den Garten erweitert haben. Hier sitzt man, von Lärchen, Fichten und der Eiche, die der Bauherr anlässlich seiner ersten Begegnung mit seiner Frau gepflanzt hat, beschirmt und schaut hinüber zu dem „Bienenhaus“ in dem die Bauherrin die Gerätschaften zur Bewirtschaftung ihrer Bienenstöcke aufbewahrt.
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Der Garten, der sich von dieser seiner höchsten Stelle sanft nach Südwesten neigt, ist viel zu schön, als dass das Ehepaar, dem Reisen grundsätzlich nicht abgeneigt, eigentlich noch gern irgendwohin auf Urlaub fährt. Im ebenfalls vom Bauherrn selbst aus Holz und Glas gebauten beheizten Gewächshaus haben neben den jungen Pflänzchen für den Gemüsegarten exotische Blumen überwintert.
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