Wohn-Atrium zurück
06/2008
Ein schonender Umgang mit Ressourcen ist das Gebot der Stunde, Energiesparen salonfähig wie nie zuvor. Weil wir unter „Energie“ aber längst nicht mehr allein den Treibstoff physikalischer Vorgänge verstehen, sondern auch persönlichen Einsatz, Kraft und Lebenszeit, beginnt sich langsam eine Siedlungsform durchzusetzen, die mit alledem wesentlich nachhaltiger wirtschaftet, als es das freistehende Wohnhaus im Grünen kann.
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Immer mehr Menschen erkennen die Vorzüge kompakter Anlagen, die alle Annehmlichkeiten eines eigenen Hauses mit jenen der überschaubaren Größe verbindet. Denn diese hält nicht nur Grundstücksanteile in der Anschaffung des Eigenheimes erschwinglich sondern auch den späteren Aufwand für dessen Erhaltung und Pflege gering.
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Die Eigentümer etwa haben sich für ein Objekt in einer immer noch wachsenden, auf dem Gelände einer still gelegten Ziegelei errichteten Anlage entschieden. Ihr Hauptmotiv für den Kauf war die privilegierte Lage am stadtnahen Siedlungsrand mit schönem Ausblick auf unverbaute, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Hügel im Hintergrund.
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Diesen Ausblick konnte man schon vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten vorwegnehmen, alles andere musste noch für eine Weile der – von den Computeranimationen des Architekturbüros unterstützten – Phantasie überlassen bleiben. Das Vertrauen in die Projektanten wurde jedoch belohnt: das gebaute Ergebnis hat die Erwartungen durchaus übertroffen.
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Das Haus ist großzügig angelegt: vom überdeckten Carport gelang man in eine geräumige Garderobe, an die eine Mischung aus Bibliothek, Abstellraum und natürlich belichtetem Fitnesskeller schließt. Die Wohnebene liegt einen Stock höher. Das Wohnzimmer wird von zwei großen Glasöffnungen, die auf der einen Seite ein Atrium, auf der anderen den Landschaftsraum überblicken charakterisiert.
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Es ist entspannend und anregend zugleich, hier zu sitzen und hinaus zu schauen. Die später hinzu gekommenen Nachbarhäuser stören nicht: sie wurden immer unter Rücksichtnahme auf den Ausblick der bereits bestehenden Objekte entwickelt. Ein wesentliches Element des Wohnens stellen die Freiflächen dar. Die Bauherren genießt diese je nach Witterung und Laune: der intime Atriumhof ist uneingesehen und mutet mit seinen Palmen ein wenig orientalisch an; die Terrasse auf der Straßenseite wiederum bietet einen schönen Panoramablick und lädt zur Kommunikation mit den Nachbarn ein. Diese bewohnen nach außen hin ähnlich wirkende Häuser, die jedoch jedes für sich auf die persönlichen Bedürfnisse ihrer Nutzerinnen und Nutzer zugeschnitten sind.
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