Troadkasten zurück
10/2008
Für manche ist Heimat eine Leidenschaft: auch wenn sie ihre Lebenswege längst weit weg geführt haben, kommen sie an den Ort ihrer Kindheit und Jugend zurück um hier die wirklich schönen Stunden zu verbringen. Im Fall dieser Familie beseelt diese Leidenschaft bereits die zweite Generation: Die Eigentümer kommen jeweils mehrere hundert Kilometer aus entgegen gesetzten Richtungen gefahren um die Wochenenden in dem kleinen Haus zu verbringen, das sie sich in Rufweite des (Groß)elternhauses errichtet haben.
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Errichtet ist der falsche Ausdruck: das Wochenendhaus ist bereits Jahrhunderte alt. Doch erst jahrelange und zum Teil mühevolle Kleinarbeit hat man aus dem alten „Troadkasten“, dem landwirtschaftlichen Speichergebäude also, ein bewohnbares, ja komfortables Gebäude gemacht. Neunzig Prozent der Adaptierungsarbeiten hat der Eigentümer mit eigenen Händen verrichtet. Ein befreundeter Architekt hat in der Planungsphase mitgeholfen. Der Schwager, von dem man Haus und Grund gepachtet hat, war bei Bedarf mit seinem Traktor zur Stelle.
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Denn die Verwandlung des kleinen hölzernen Kasten in ein Wohngebäude machte zumindest einen reichlich spektakulären Eingriff nötig: um die seitens der Baubehörde vorgeschriebene Raumhöhe zu erreichen wurde das ganze Haus mittels einer Winde aufgehoben und beiseite gestellt. Dann konnte der Keller gegraben und betoniert, der Sockel aufgemauert und schließlich das Haus darauf gestellt werden. Somit wurde das alte Blockhaus in seiner Substanz weitgehend erhalten, wiewohl auch andere Eingriffe, wie etwa die Dämmung der Außenwände nötig waren.
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Insbesondere die Deckenbalken, die Holzböden und die kleinen Fenster - die Säuberung der innen liegenden Hölzer wurden von Hand, mit der Bürste vorgenommen - erinnern an die frühere Erscheinung des Troadkastens. Auch bei der Einrichtung hat man strikt darauf geachtet die Möblierung des Hauses - sie besteht fast zur Gänze aus alten bäuerlichen Stücken - mit dem Bestand in Einklang zu bringen.
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Zwei Zubauten: Küche und Bad im Süden und ein Wintergarten an der Westseite schöpfen das mögliche Zubauvolumen von fünfzig Prozent aus und ergänzen jenen Komfort, auf den man auch an Wochenenden nicht verzichten will. Für die Dame des Hauses ist das Bad „der schönste Raum“, weil es große Fenster hat. Der Hausherr zieht den Wintergarten, der auch die Erschließung enthält, vor. Er unterstützt eine relativ rasche Erwärmung des Hauses und erlaubt einen großzügigen Ausblick in den Landschaftsraum, den die Familie immer wieder aufs Neue genießt.
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Raiffeisen empfiehlt
- TroadkastenWandlung eines alten Speichergebäudes in ein urgemütliches Wohnhaus.



