Stil-echt mit Aussicht zurück

11/2008

Bauen ist immer ein Abenteuer. Es sei denn, man entschließt sich zum Bau eines so genannten Fertighauses. Auch dieses kann man sich bekanntlich nicht im Geschäft einpacken lassen: auch Fertighäuser müssen erst einmal errichtet werden. Doch steht das zu erwartende Ergebnis bereits vor Beginn der Planung fest; nicht etwa auf Papier – welches nicht nur geduldig ist, sondern zum Verständnis des darauf Gezeichneten noch einer gehörige Portion Abstraktionsvermögens bedarf – sondern häufig als gebautes Musterhaus. Das erleichtert die Kommunikation und spart Konsumenten wie Anbietern gleichermaßen Überraschungen.

Für die Besitzer blieb nach Abschluss des Vertrages mit dem Hersteller ihres Fertighauses dennoch genug zu tun: Während der Monate des Wartens auf die Baubewilligung mussten noch ein Altbestand abgebrochen, der Bauplatz gerodet, der Garten geplant und angelegt und außer den Fundamenten für das Wohngebäude auch die Stützmauern errichtet werden, die den Hang terrassieren. Diese Arbeiten koordinierte die bereits im Ruhestand lebende Bauherrschaft selbst
   
Der Bau des eigentlichen Hauses war dann schnell erledigt. In vier Tagen war der Rohbau aufgestellt, der Innenausbau nahm vier Monate in Anspruch.
Möglich wurde die kurze Errichtungszeit durch den Einsatz einer industriell vorgefertigten Holzkonstruktion. In Ständerbauweise errichtet, überspannt das Tragwerk die gesamte Grundrissfläche und macht auf diese Weise tragende Wände im Inneren des Hauses obsolet. Auch der Einsatz großflächiger Verglasungen, die dem zeitgenössischen Bedürfnis nach weitgehender Öffnung der Räume zum Garten entgegen kommen, ist in Konstruktionen dieser Art leicht möglich.
   
 
Das Haus erhebt sich nun - von der Straße her wenig eingesehen und mittels einer Stiegenanlage erschlossen - über zwei Geschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss. Die Eingangsebene ist einer Garderobe, dem Gästeappartement und einem Fitnessraum vorbehalten. Die eigentliche Wohnebene befindet sich im Geschoss darüber: ein über zwei Geschosse reichender Vorraum gibt durch ein Dachflächenfenster den Blick in den Himmel frei. Der Wohnbereich öffnet sich unter Ausnutzung der Hanglage ebenerdig auf die Terrasse und den Garten mit dem Schwimmbiotop.
   
 
Im ausgebauten Dachgeschoss profitieren die Schlafräume, das Badezimmer und der intime kleine Wohnraum von der das ganze Haus bestimmenden Wahl heller Materialien, den großzügigen Belichtungsverhältnissen und nicht zuletzt vom Ausblick in das üppig durchgrünte Umfeld.