Rom grüßt Waldviertel zurück
05/2004
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Ländlich-idyllisch
Das Tor in der straßenseitigen Mauer gewährt Einlass in einen Hof, der immer noch ländlich-idyllisch gestimmt ist, auch wenn es sich bei dem Wohngebäude an der linken Seite eigentlich um einen Neubau handelt und im Trakt rechts des Einganges technische Neuerungen wie Isolierungen gegen aufsteigende Feuchtigkeit oder Zentralheizung längst Anwendung gefunden haben. |
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Moderner Komfort
Wie bedeckt man sich auch bezüglich all des modernen Komforts, den die – zumindest historisch wirkende – Bausubstanz umschließt, formal auch geben mag, ein Teil des Ensembles legt die Karten auch gestalterisch klar auf den Tisch. Es ist dies das Hallenbad, das nach Abbruch der hinteren Hofmauer die Anlage zu den umliegenden Obstgärten und Wiesenflächen gleichzeitig öffnet und beschließt. |
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Vereinfachter Baukörper
Ein auf die geometrische Grundform des Quaders vereinfachter Baukörper aus grün gestrichenem Beton bildet die hintere Flanke des Gehöftes. Er ist zu einem großen Teil in das hinter ihm leicht ansteigende Gelände gegraben, sein Dach ist begrünt und verbindet sich so mit dem hügeligen Umfeld. |
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Minimaler Energieaufwand Nach Süden und Westen ist das Gebäude fast zur Gänze verglast, sodass Raum und Landschaft ineinander übergehen. Die Glaswand wiederum ist Teil eines hochmodernen Energiekonzeptes, mit dessen Hilfe es gelingt, die Heizung des Hallenbades mit minimalem Energieaufwand zu bestreiten. Was nach der Ausnutzung der Sonnenenergie und der von den Luftentfeuchtungsgeräten abgestrahlten Wärme an zusätzlicher Energie gebraucht wird, kommt aus dem hauseigenen, mit Rapsöl betriebenen Kraftwerk. |
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Aus einem Guss
Das Innere des Hallenbades hält, was sein reduziertes Äußeres versprochen hat. Der Boden, die Wände, die Decke, die Bank entlang der massiven Wände und auch das Wasserbecken selbst scheinen aus einem Guss zu sein. Die Betonoberflächen sind in der Farbe der Folie gestrichen, mit der das Becken ausgekleidet ist und auch alle notwendigen Metallteile wie etwa die Lüftungsgitter in den Wänden sind sorgsam patiniert um dem Farbton zu entsprechen. |
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Harmonische Ergänzung
Im Becken steht ein mächtiger Betonpfeiler, der sich an seiner dem Eingang abgewandten Seite als Sanitärzelle zu erkennen gibt. Der ganze Raum ist in ein moosig grünes Licht getaucht, das von der umgebenden Landschaft harmonisch ergänzt wird. Leuchtend rote Vorhangjalousien stimmen mit einem einzigen und damit umso eindrucksvolleren Kontrast das Bad zum Höhepunkt einer Anlage, in der sich moderne Hochkultur stilvoll des Ländlichen bemächtigt hat. |
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