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12/2004

Ausgebaute Dachflächen

Die Erweiterung der Wohnflächen beruht im Wesentlichen auf dem Ausbau der Dachräume und der Aufstockung des östlichen Hoftraktes auf die Traufhöhe der umgebenden Bauten. Während der Dachbodenausbau zur Klammstraße hin mit einer vergleichsweise unauffälligen lang gestreckten Gaupe in Erscheinung tritt, ist der Neubau über dem Hoftrakt deutlich als solcher ablesbar. Der Skelettbau, außen mit Blech verkleidet, versucht erst gar nicht, dem massiven Mauerwerk des Bestandes zu gleichen.

Wendeltreppe

Die alte gewendelte Stiege erschließt, von einem Aufzug unterstützt, nach wie vor das Haus. Eine unregelmäßig ausgebrochene Mauernische gegenüber der Aufzugstüre erinnert an die Unwägbarkeiten des Umbaues: nach einem nur mäßig erfolgreich mit dem Stemmen im Bruchsteinmauerwerk verbrachten Tag hat man beschlossen, den Verteilerkasten in eine weniger beständige Stelle der Substanz zu integrieren. Am Ende der Stiege kann jeder, der sich für die Ableitung von Kräften in Bauwerken interessiert, über den imposanten Stahlbetonträger staunen, der den Neubau trägt. Die Stahlbetonsäulen, die aus vor Baubeginn nicht absehbaren statischen Gründen durch bewohnte! Räume gezogen werden mussten, sind heute glücklicherweise schon fast vergessen.


Ungünstiger Grundschnitt

Zur Vermeidung weiterer allgemeiner Erschließungsflächen, sind die Wohnungen der beiden oberen Geschosse als Maisonetten organisiert. Insbesondere jene Wohnung, die in dem langen schmalen Streifen an der östlichen Grundgrenze Platz gefunden hat, beweist, dass ein ungünstiger Zuschnitt des Grundrisses die Wohnqualität nicht beeinträchtigt, wenn man ihn nur zu organisieren weiß. So sind die Schlafräume in der unteren - der Eingangsebene - angeordnet und werden von einer ebenso Platz sparenden wie räumlich großzügigen Kombination aus Schrankraum und Badezimmer erschlossen.

Schmaler Garten

Schlafzimmer und Bad werden nicht zuletzt durch den starken Bezug zum Außenraum wesentlich aufgewertet. Der Wohnraum im Geschoss darüber erstreckt sich über die gesamte Tiefe des Traktes und profitiert von dem schmalen Garten über dem Rücksprung des Gebäudes und den beiden stirnseitig angeordneten Terrassen: die eine mit Blick auf den Landhauspark, die andere zur Weite des Hofes geöffnet, den die Silhouette des neuen Domes im Hintergrund dominiert.

 

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