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Gartenbach
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Wasserspiele im Garten sind nicht nur ein ästhetischer Blickfang, sie haben auch noch viele andere Vorzüge. Ein Bächlein wird sehr schnell zu einer neuen Heimat für Pflanzen und Tiere. |
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Voraussetzungen
Prüfen Sie zunächst die topographischen Gegebenheiten. Denn um das Fließen des Wassers zu gewährleisten, müssen Sie ein Gefälle von mindestens 1-2 cm pro Fließmeter rechnen. Wenn Sie bereits einen Gartenteich haben, stellen Sie fest, ob der Bach in den Teich mündet oder als Überlauf vom Teich wegführt. Falls kein Teich vorhanden ist, planen Sie ein Reservoir ein, aus dem das Wasser wieder zur Quelle des Baches gepumpt wird, um einen Kreislauf zu erzeugen.
Material-Fragen
Das beliebteste Material ist die Teichfolie. Bei der Gestaltung des Bachbettes sollten Sie, um die Folie nicht zu beschädigen, keine spitzen Steine verwenden. Eine Alternative sind Glasfibermatten. Besonders einfach ist die Verwendung von vorgefertigten Bachlaufschalen aus Kunststoff.
Die Planung
Legen Sie zunächst den Verlauf des Baches mit einem Schlauch oder einer Sandspur fest. Vorteilhaft sind wechselnde Breiten, dadurch wirkt der Bach natürlicher und abwechslungsreicher. Dann beginnen Sie, das Bachbett zu graben. Wenn der Bach nicht in einen Teich münden kann, setzen Sie ans Ende eine - ebenfalls mit Teichfolie ausgekleidete - Zisterne, die mit einem Gitter abgedeckt wird, um Verunreinigungen durch Blätter zu vermeiden. In der Zisterne wird die Pumpe montiert.
Die Anlage
Zuerst muss der Bachlauf mit dem Material Ihrer Wahl verkleidet werden. Fluten Sie das Bett gleich nach der Verlegung zu einem Probelauf. Danach können Sie den Wasserschlauch eingraben. Jetzt beginnt die Gestaltung.
Am besten dazu geeignet sind Kieselsteine mit einem Durchmesser von mindestens zwei Zentimetern, die als gleichmäßige Schicht eingebracht werden. Bei der Bepflanzung ist Zurückhaltung angebracht, denn das Bachbett darf nicht überwuchert werden. In der Flachwasserzone gedeihen Pflanzen wie z.B. die Sumpfdotterblume, das Pfennigkraut und der Kalmus besonders gut. Das Vergißmeinnicht fühlt sich in der Uferzone am wohlsten.
Als Höhepunkt ein Wasserfall
Wer über steiles Gartengelände verfügt, kann in seinen Bachlauf auch eine oder mehrere Kaskaden einbauen. Im Handel sind dafür vorgefertigte Steinelemente erhältlich. Man kann aber auch selbstgesuchte Steine verwenden. Hauptsache, sie sind auf einem aufgeschütteten Hügel (Teichaushub!) gut verankert.
Als Quelle dient ein Sprudelstein oder ein gut kaschierter Schlauch. Prüfen Sie zwischendurch immer wieder den Lauf des Wassers, das in seinem Eigensinn viel lieber unter Ihren Steinen durchrinnt, als malerisch über sie hinwegzustürzen. Dagegen hilft Vermörteln.
Technisches
Ohne Pumpe geht leider gar nichts. Achten Sie darauf, dass die Stromzufuhr (die auch unter der Erde verlegt wird) vom Haus aus abschaltbar ist. Die Stärke der Pumpe richtet sich nach der Fördermenge und bei Fontänen nach der Höhe des gewünschten Wasserstrahls.
Die verwendeten Schläuche müssen im Durchmesser zur Stärke der Pumpe passen. Die Montage ist sowohl außerhalb als auch innerhalb des Wassers möglich. Zu Winterbeginn nimmt man die Pumpe ins Haus, reinigt sie und lagert sie in einem Kübel mit kalkfreiem Wasser.
Wenn Sie keinen Garten haben...
Auch auf vier Quadratmetern können Sie sich Ihren Miniaturwasserfall basteln. Sie brauchen dazu nur zwei kleine Becken in verschiedener Höhe, am besten mit Holz eingefasst und mit Folie verkleidet. Ins untere Becken kommt die Pumpe, ins obere der Sprudelstein oder eine kleine Fontäne. Mit einem Sitzplatz daneben ist der warme Sommerabend gleich doppelt so schön. Viel Spaß! |
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