Der Umbau-Fahrplan zurück
Gute Planung ist auch bei der Sanierung alles. Beginnen Sie Ihr Sanierungsprojekt mit exakten Festlegungen der notwendigen Arbeiten sowie deren Reihenfolge. Generell gilt dabei: Sanieren Sie von oben nach unten und von innen nach außen.
| Planung und Vorbereitung | |
| Stellen Sie schriftlich alle erforderlichen Arbeiten - am besten auf einem Raster - zusammen. | |
| Definieren Sie für jede einzelne Tätigkeit einen exakten Leistungsumfang als Basis für die anzufordernden Kostenvoranschläge bzw. Handwerker-Gespräche. | |
| Klären Sie alle rechtlichen und bau- behördlichen Fragen bereits im Vorfeld ab- und ob Sie die geplanten Arbeiten auch in der gewünschten Form durch- führen dürfen. | |
| Vorarbeiten | |
| Für die Angebotslegung ist es sinnvoll, mit den Professionisten eine ausführliche Objektbegehung durchzuführen, um spätere "überraschende Zusatzarbeiten" auszuschließen. | |
| Klären Sie bei dieser Begehung auch die Frage. ob und in welcher Weise Sie persönlich bestimmte Hilfsarbeiten über- nehmen können (z. B. Schmutz und Staub beseitigen, Abklopfen von losem Putz, Abschlagen von kaputten Fliesen, Beseitigung von alten Bodenbelägen, etc.). Das beschleunigt die Sanierung und spart auch Geld. | |
| Auch die Entfernung von noch vorhandenen Einrichtungsgegenständen und die Räumung von Zufahrtsmöglichkeiten gehören zur Bauvorbereitung. | |
| Arbeiten und Termine festlegen | |
| Legen Sie - jeweils nach Rücksprache mit den beschäftigten Firmen - die Reihenfolge der Arbeiten und exakte Ausführungstermine fest. In der Regel spricht nichts dagegen, dass verschiedene Handwerker und Professionisten gleichzeitig an einem Sanierungsprojekt arbeiten - sie sollten einander jedoch nicht im Wege stehen. Vor allem soll ver- mieden werden, dass die Ergebnisse bereits fertiggestellter Sanierungsarbeiten durch nachfolgende beschädigt oder gar zunichte gemacht werden. | |
| Hilfreich ist es, gleich von Beginn an für einen guten Kontakt der Firmen untereinander zu sorgen. Auch eine letzte gemeinsame Besprechung mit möglichst allen Handwerkern vor Bau- beginn ist empfehlenswert. | |
| Klären Sie ebenso vermeintliche Kleinigkeiten, etwa die Frage, ob den an der Baustelle tätigen Arbeitern auch ein w c zur Verfügung steht, ob ein Raum für Essenspausen vorhanden ist, wo man Verpflegung besorgen kann etc. | |
| Lagerung von Baumaterial sichern | |
| Baumaterial und Baumaschinen sollen an einem trockenen Ort gelagert bzw. abgestellt werden, ebenso all jene Materialien, die im Zuge der Sanierung weiterverwendet werden (z. B. alte Holzbretter, Holzbalken, Fliesen, Parkettböden, Ziegel etc.). | |
| Sorgen Sie für ausreichende Lagermöglichkeiten von Fenstern und Türen - diese werden meist gemeinsam mit den Stöcken angeliefert, aber erst später montiert. | |
| Reihenfolge der Arbeiten festlegen | |
| Aushubarbeiten für Kanalisation, Fundamente und Versorgungsleitungen vornehmen, Abflussrohre installieren | |
| Grobe Abbrucharbeiten durchführen (Entfernung von Wänden, Wanddurchbrüche vornehmen, alte Fensterrahmen und Türstöcke herausstemmen, alten Verputz, Fliesen und Bodenbeläge entfernen etc.). | |
| Grobe Bauarbeiten durchführen (Auf- stellen bzw. Aufmauern von Wänden und Zwischenwänden, generell Sanierung von Unterkonstruktionen bzw. des Innenlebens von Böden, Decken, Wänden, Dach etc. vornehmen). Sollte eine Erneuerung des Dachstuhles sowie der Dachdeckung erforderlich sein, diese bitte So frühzeitig wie möglich in Angriff nehmen, um Nässeschäden zu vermeiden und einen ungestörten, sicheren Ablauf der weiteren Sanierung zu gewährleisten. | |
| Installationen verlegen: Leitungen für Wasser, Strom, Gas, Telefon, Fußboden- oder Wandheizungen etc. einziehen. | |
| Fensterrahmen und Türstöcke einsetzen. | |
| Isolierung und Wärmedämmung anbringen (bei Decken, Böden, Wänden und Dach). | |
| Oberflächen verschließen - Wände und Decken verputzen, Estriche bzw. Boden- Zwischenkonstruktionen aufbringen, Fenster und Türen einhängen. | |
| Oberflächen gestalten -Feinputz und Anstriche aufbringen, Fliesen legen, Parkett- oder sonstige Bodenbeläge verlegen. | |
| Einbauten bzw. fixe Einrichtungsgegen- stände einsetzen (Einbaukästen in Zimmern, Einbaumöbel in Küche und Bad, Badewannen, Waschbecken, W C und Duschen, E-Herd etc. einbauen und anschließen, Heizungs- und Beleuchtungskörper, Schalter und Steckdosen installieren etc.). | |
| Einrichtung und Dekoration - Teppiche, Vorhänge, Fußbodenleisten, Vorhangleisten, Tapeten etc. anbringen, erst danach die restlichen Einrichtungsgegenstände und Möbel. | |
| Bauaufsicht und Bezahlung | |
| Selbstverständlich sollten Sie alle vorgenommenen Sanierungsarbeiten laufend überwachen und kontrollieren - auch, wenn ein Architekt bzw. Baumeister für Sie tätig ist. Bezahlen Sie nach Baufortschritt, den Restbetrag erst nach erfolgter Abnahme. Mängelbeschwerden sollen immer schriftlich erfolgen. | |
| Abnahme | |
| Sorgen Sie - sofern behördlich notwendig - für die ordnungsgemäße Abnahme der durchgeführten Arbeiten durch befugte Stellen (z. B. Rauchfangkehrermeister, Heizungstechniker, Baubehörde, etc.). | |