Gartenwege zurück

Gartenwege sind nicht nur zum Spazieren da, sondern ein wesentliches und dauerhaftes Gestaltungselement und erfüllt auch ästhetische Funktionen. Wie Wege ihre Wirkung entfalten können, zeigen wir Ihnen anhand von ausgesuchten Beispielen.
   

Planung

Zu Beginn sollte eine Skizze des Gartens angefertigt werden, die alle wesentlichen Bepflanzungen und Einrichtungen enthält. Wichtige Plätze, die direkt erreichbar sein müssen, markieren Sie mit roten Punkten. Die Verbindung dieser Punkte ergibt den Hauptweg. Weniger wichtige Punkte, die trotzdem erreichbar sein sollten, markieren Sie blau. Sie werden zu den Nebenwegen


Material und Pflege

Achten Sie bei der Materialauswahl für den Weg auf Rutschfestigkeit, Beständigkeit und behalten Sie auch den Pflegeaufwand im Hinterkopf. Mit Holzwegen, die man einfach schutzlos der Witterung überlässt, haben höchstens grünlich schimmernde Algen ihre Freude.

Ist dies der Fall, muss das Holz aufgeraut werden, von den Algen befreit werden und neu behandelt werden. Aber alle Arten von Wegen müssen regelmäßig von Unkrauteinwachsungen befreit werden und freuen sich über einer Säuberung des Belages.

Gestaltungsfragen

Prinzipiell können Sie mit Materialen, Farben und Formen gänzlich neue Wege in der Gestaltung beschreiten. Beachten Sie aber auch die Konsequenzen! Kieswege in der Nähe des Hauses bringen es unweigerlich mit sich, dass kleine Steine ins Haus getragen werden und vielleicht dort den Boden zerkratzen. Und ein englischer Garten verträgt sich mit kalten Betonwegen nicht sehr gut.

Mit anderen Worten: Die Form (des Gartenweges) und der Inhalt (des Gartens) sollen übereinstimmen. Es gibt folgende Alternativen für Sie:

  1. Platten und Pflaster

    Neben Kies- und Holzwegen-gibt es noch Platten- und Pflasterwege. Diese sind wetterfest und jederzeit begehbar. Es werden Natur- oder Kunststeine (ca. 40 x 40 cm) im Abstand einer Schrittlänge (ca. 65 cm) durch den Garten verlegt. Achtung: Die Steine sollten über den Rasen herausragen, da sonst der Rasenmäher beschädigt wird.

    Und so gehen Sie vor: Erdreich ca. 20 cm tief ausheben und mit grobem Material (z.B. Ziegelbruch) etwas auffüllen. Darauf folgt eine feinere Lage Kies und ein Sandbett von 3 bis 5 cm. Das verhindert, dass die Platten wackeln. Enge Fugen verhindert Unkrautbildung und können auch mit Zementmörtel gefüllt werden.
  2. Ziegel und Kies

    Ziegelpflaster und Kieswege in Verbindung mit anderen Materialien (einzelne Kunststeine oder Mosaiksteinpflaster) ergeben oft schöne Kontraste. Pro Quadratmeter werden etwa 30 Normalformziegel benötigt.

    Der Rest geht ganz einfach: die Erde ca. 5 cm tief ausheben, Boden planieren und mit Dachpappe auslegen. Ein Schicht gröberen Kies als Unterlage und zum Abschluss eine Schicht feineren Kies aufbringen, auf der man schließlich geht.

    Für Wege die stärker in Anspruch genommen werden kann der Aushub ruhig 20 cm tief sein. In das Bett kommt dann das Untergrund-Material (Schotter, Bauschutt etc.), darüber eine Schicht Grobkies oder Ziegelsplitt, wobei die Korngröße 4 cm nicht übersteigen sollte. Jeweils vor dem Walzen werden die einzelnen Schichten gut befeuchtet, damit sie besser binden. Am Schluss wird die Deckschicht (2 cm Kies) aufgetragen, nochmals geglättet und gewalzt. Eine leichte Wölbung in der Mitte lässt das Regenwasser besser abfließen.
  3. Auf Abwegen

    Beton- und Asphaltwege sollten vermieden werden. Als Ausnahme gelten hier Waschbetonplatten, die den optischen Effekt eines Kiesweges imitieren. Das Gegenteil zu diesen Wegen sind jene kleinen, naturbelassenen Wege zwischen den Gemüsebeeten, die Sie jedes Jahr leicht ändern können. Treten Sie sie aber nicht zu fest und tief zwischen die Beete, sonst rinnt das Wasser zu rasch ab.