Ob flach, geneigt, begrünt oder gedeckt: der Dachausbau muß geplant sein. Neben technischen Anforderungen gibt es eine Menge weiterer Dinge die bedacht sein wollen.
Vor dem Dachausbau
Zurest sollte bei der Baubehörde gefragt werden, ob ein Ausbau überhaupt möglich ist.
Je steiler das Dach, um so besser die Ausbaumöglichkeit. 45-Grad-Dächer sind das absolute Minimum. Denn das Gefühl, nur in der Mitte des Raumes aufrecht stehen zu können, drückt mit der Zeit aufs Gemüt.
Wie ist der Zustand und die Dimension der vorhandenen Steigleitungen? Versorgen sie das neue Objekt ausreichend mit Strom und Gas.
Beim Ausbau
Egal ob flach oder geneigt, begrünt oder gedeckt, ein Dach gehört ordentlich isoliert: Denn wer will schon im Sommer unterm glühenden Blech braten und im Winter mit gewaltiger Heizleistung gerade angenehme Temperaturen schaffen.Durch eine Dämmung an der Außenseite können Wärmebrücken sicher verhindert werden. Raumseitig wird zwischen oder unter den Sparren beziehungsweise mit einer Kombination gedämmt. Bei der Dämmung zwischen den Sparren können allerdings jeweils auf der Balkenbreite erhöhte Wärmeverluste auftreten. Deshalb werden zunächst die Sparrenzwischenräume gedämmt und zusätzlich noch ein paar Zentimeter Material unter den Balken angebracht.
Da Dächer einen hohen Fugenanteil aufweisen und auch klimatisch exponiert sind, ist es möglich, dass durch Einflüsse von Innen und Außen große unkontrollierte Luftwechsel auftreten. Alle Fugen müssen also abgedichtet sein. Achtung: Das Dach muss über eine funktionierende Zu- und Entlüftung aufweisen damit Feuchtigkeit, die durch Diffusionsvorgänge entsteht, sicher abgeführt werden kann und es nicht zu Schäden kommt.
Ganz neu ist die Methode, Dachausbauten mit Fertigteiltechnik zu bewerkstelligen. Dabei werden Wand-, Decken- und Dachelemente industriell vorgefertigt, an die Baustelle geliefert und vor Ort montiert. Die Errichtungszeit beträgt nur wenige Tage, was vor allem in Schlechtwetterperioden und bei Arbeiten am offenen Dach ein unschätzbarer Vorteil sein kann. Damit lässt sich aber auch der Materialaufwand auf der Baustelle erheblich reduzieren.