02.10.2018 – Ein Plädoyer für ökologisch nachhaltiges Wohnen

Gruppenfoto Business Breakfast
  • Business Breakfast der Raiffeisen Bausparkasse im Zeichen von Nachhaltigkeit
  • 70 % der gesamten Abfälle stammen in Österreich von Bau- & Abbruchvorhaben
  • Tipp: Häuser nützen, Rohstoffe recyceln

Durch unbenützte Gebäude und nicht-recycelte Baustoffe werden enorme Ressourcen verschwendet. Genau diesem Dilemma widmeten sich die Experten beim Business Breakfast der Raiffeisen Bausparkasse (RBSK) vor rund 50 Vertretern aus der Immobilienbranche in den Räumlichkeiten der RBSK-Konzernmutter Raiffeisen Bank International am Wiener Stadtpark. Anhand konkreter Beispiele für eine effiziente Nutzung von Bestandsgebäuden sowie für die Wiederverwertung von verwertungsorientiert rückgebauten Baurestmassen gingen DI Julia Schimek, Projektleiterin in der PORR Umwelttechnik GmbH und DI Christian Anger, Projektleiter bei der PORR Umwelttechnik GmbH sowie Dipl. Ing. Julia Lindenthal, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Österreichischen Ökologie Institut, der Frage nach: „Wie können Rohstoffe und Gebäude nach Ende der Nutzungsdauer weiterhin bestmöglich verwendet werden?“


Sanierung von Altbeständen als wesentlicher Faktor

„Eine Traumimmobile muss nicht immer erst gebaut werden. Oft reicht es auch, bestehende Immobilien zu sanieren und baulich so anzupassen, dass sie auch neuen oder künftigen Wohnbedürfnissen gerecht werden. Durch die Reduktion und verwertungsorientierte Nutzung von Abbruchabfällen wird Wohnen ökologisch nachhaltiger“, erläuterte Mag. Manfred Url, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse in seinem Eröffnungsstatement.


Jährlich 44 Mio. Tonnen Bauschutt

70% der in Österreich erzeugten Abfälle sind Aushubmaterialien sowie Bau- und Abbruchabfälle; das ergibt eine Menge von 44 Mio. Tonnen pro Jahr. Bei den Bau- und Abbruchabfällen/Baurestmassen handelt es sich vor allem um Beton und Ziegel. Mit Tatsachen wie diesen machen Umwelttechnikerin Schimek und Recyclingexperte Anger klar, wie wichtig Baustoffrecycling ist. Die EU-Abfallrahmenrichtlinie hat das Ziel, eine Verwertungsquote von 70% für mineralische Bau- und Abbruchabfälle bis 2020 zu erreichen. Anger: „Baustoffrecycling, wie jenes, das wir im Recycling Center Himberg betreiben, ermöglicht eine Wiederverwertung und fördert die qualitätsgesicherte Herstellung von Recyclingbaustoffen.“ Schimek ergänzt: „Unser Ziel lautet, Rohstoffe nach Ende der Nutzungsdauer im Kreislauf zu behalten Die Einsatzmöglichkeiten von Recyclingbaustoffen aus Beton und Ziegel sind sehr vielfältig.“


„Neu gestalten statt neu bauen“

Die Sanierungsexpertin Julia Lindenthal klärte über die große Vielfalt an Verwendungsmöglichkeiten von nicht- oder untergenutzten Bestandsgebäuden auf. „Umbau statt Neubau“ lautet kurz gefasst ihr Motto. Lindenthal: „Durch intelligente Nutzung und Teilen gemeinsamer Wohnflächen ist es möglich, bestehende Gebäude sinnvoll weiter zu nutzen und somit finanzielle und ökologische Belastungen zu minimieren.“ Sowohl Finanzierbarkeit als auch ökologische Nachhaltigkeit einer Immobilie steigen mit der Lebensdauer. Deshalb empfiehlt Lindenthal, schon beim Bau der Immobilie an Nutzungsflexibilität, Flächeneffizienz sowie Kriterien nachhaltiger Gebäudebewertung zu achten und betont, wie rasch Standardhäuser zu gemeinschaftlichen Vorzeigewohnprojekten umfunktioniert werden können.

„Sanierung, Wiederverwertung und intelligente Nutzung von bestehenden Wohnobjekten bieten nicht nur aufgrund des hohen Immobilienpreisniveaus eine perfekte Alternative. Vielmehr wird dadurch nachhaltig Wohnraum geschaffen. Als Raiffeisen Bausparkasse gehen wir davon aus, dass die Vorteile von Umbau und Sanierung sowie das ökologische Bewusstsein bei der Schaffung von Wohnraum hierzulande weiter zunehmen werden. Wir rechnen daher damit, dass die Nachfrage an entsprechenden Finanzierungslösungen in den kommenden Jahren auch weiter steigen wird“, betont Url abschließend. 
 

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Raiffeisen Bausparkasse

Die Raiffeisen Bausparkasse ist das Spezialinstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich für die Finanzierung, Erhaltung sowie Verbesserung von Wohnraum. Sie bietet prämienbegünstigte Sparverträge an und ermöglicht mit maßgeschneiderten Darlehensangeboten neben der Wohnraumschaffung auch die Finanzierung von Bildungs- und Pflegemaßnahmen. Die Raiffeisen Bausparkasse serviciert rund 1,6 Millionen Kunden in Österreich und verfügt über Auslandsbeteiligungen in Tschechien, der Slowakei und Rumänien. Die Raiffeisen Bausparkasse ist Mitglied der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative. Mehr Informationen finden Sie unter www.bausparen.at.

 

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Gruppenfoto Business Breakfast

v.l.n.r.:
DI Christian Anger, Projektleiter bei der PORR Umwelttechnik GmbH
DI Julia Lindenthal, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Österreichischen Ökologie Institut
DI Julia Schimek, Projektleiterin in der PORR Umwelttechnik GmbH
Mag. Manfred Url, Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse

Foto: RBSK

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Andrea Pelinka-Kinz (+43-1-71707-8787, andrea.pelinka-kinz@rbinternational.com) oder
Florian Stadtthaler (+43-1-71707-8791, florian.stadtthaler@rbinternational.com).
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