Wie kann ich die Förderung beantragen?

Sanierungsscheck 2016

Hier erfahren Sie, wie und wo Sie den Sanierungsscheck 2018 beantragen können.

Die Förderung kann bei der Raiffeisen Bausparkasse, der Bausparkasse der österreichischen Sparkassen oder der Bausparkasse Wüstenrot und deren Vertriebspartnern beantragt werden. Die Förderung bei mehr als einer Bausparkasse zu beantragen ist nicht möglich.

Vor Einreichung des Antrages ist ein Energieausweis (OIB-Richtlinie 6. Ausgabe März 2015) auszustellen. Der Aussteller des Energieausweises gibt im Förderungsantrag bekannt, welche der vorgenannten Maßnahmen durchgeführt wird.
Berater, die zur Ausstellung von Energieausweisen befugt sind, finden Sie u.a. hier.

Bei Wohnungseigentum ist für die Durchführung einer thermisch-energetischen Sanierung von Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau ein einstimmiger Beschluss oder ein nicht mehr anfechtbarer Mehrheitsbeschluss der Eigentümergemeinschaft erforderlich, der bis zum geplanten Baubeginn nachzuweisen ist.

Bei Mietwohnungen kann bei Sanierung des gesamten Wohnbaus die Förderung MIT oder OHNE Mietzins- bzw. Entgeltserhöhung beantragt werden kann. Die Förderung wird an den Gebäudeeigentümer ausgezahlt.
Ohne Mietzins- bzw. Entgeltserhöhung verpflichtet sich der Gebäudeeigentümer die Refinanzierung der geförderten Maßnahmen ohne Mietzins- bzw. Entgeltserhöhung durchzuführen und die Förderung widmungs- und zusicherungsgemäß gebäudebezogen zu verwenden. Die Mehrheit der Mieter muss dieser Vorgangsweise zustimmen. Mit Mietzins- bzw. Entgeltserhöhung  ist eine zwischen Vermieter und Mietern einstimmig abgeschlossene Sanierungsvereinbarung über die befristete Erhöhung des Mietzins bzw. Entgelts erforderlich, die bis zum geplanten Baubeginn vorzulegen ist.

Wenn das gesamte Objekt saniert wird, ist bei Wohnungseigentum mit einstimmigem Beschluss oder einem nicht mehr anfechtbaren Mehrheitsbeschluss der Eigentümergemeinschaft sowie bei Mietwohnungen, die Förderung für das gesamte Objekt ausschließlich in Form eines "Sammelantrages" einzureichen. Dies bedeutet, dass für alle Wohnungen, für die eine Förderung beantragt wird, gemeinsam die Förderung zu beantragen ist.

Wird nur eine Einzelwohnung im mehrgeschoßigem Wohnbau saniert, kann dafür keine Förderung beantragt werden.

 

Damit die Förderung beantragt werden kann, sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • Förderungsantrag ausgefüllt und unterfertigt
    Im Förderungsantrag ist vom Energieausweisersteller der aktuelle thermisch-energetische Zustand des Objektes, die in Aussicht genommenen förderbaren Maßnahmen sowie eine Berechnung des nach Durchführung dieser Maßnahmen erreichbaren Heizwärmebedarfs darzustellen.
  • Meldezettel (Haupt- oder Nebenwohnsitz im zu sanierenden Objekt ist keine Förderungsvoraussetzung) bzw. Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises, wenn der Förderungswerber nicht in Österreich gemeldet ist
  • Kopien von Kostenvoranschlägen von befugten Unternehmern (nur Materialankauf nicht förderbar).
  • Grundbuchsauszug
  • Bei Zweifamilienhäusern: Grundbuchsauszug mit parifizierten Wohneinheiten oder Bestandsplan -> bitte Kopie maximal in A4
  • Beim mehrgeschoßigen Wohnbau mit Mietzins- bzw. Entgelterhöhung: Sanierungsvereinbarung für das gesamte Gebäude einmal beilegen

Leistungen zu den förderungsrelevanten Sanierungsmaßnahmen werden ab 01.01.2018 anerkannt, das heißt, es kann auch für im heurigen Jahr begonnene Sanierungsprojekte um Förderung angesucht werden.

Der Förderungsantrag wird in der Bausparkasse auf Vollständigkeit geprüft und anschließend an die Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) weitergeleitet. Der Förderwerber wird schriftlich via Mail über den Eingang seines Förderungsantrages informiert.

Nach ca. 1 bis 2 Monaten erhält der Förderungswerber nach positiver Prüfung durch die KPC die Förderzusage (Sanierungsscheck).

 

Die Lieferung von Materialien und die Umsetzung der geförderten Maßnahmen müssen zwischen dem 01.01.2018 und dem 30.06.2020 erfolgen. Die Endabrechnung inklusiver aller geforderten Unterlagen muss bis spätestens 30.09.2020 bei der KPC eingelangt sein. Bei einem Ein-und Zweifamilienwohnhaus und Reihenhaus müssen die Rechnungen auf den Förderungsnehmer lauten. Beim mehrgeschoßigen Wohnbau müssen bei Wohnungseigentum die Rechnungen auf die Wohnungseigentümergemeinschaft und bei Mietwohnungen auf den/die Gebäudeeigentümer ausgestellt sein, können aber auch auf die Förderungsnehmer selbst lauten.

Die Endabrechnung ist direkt bei der KPC einzureichen.

Ca. 2 bis 3 Monate nach Einlangen und Prüfung der Endabrechnung in der KPC erfolgt die Auszahlung der Förderung auf das bei Antragstellung bekanntgegebene Konto des Antragstellers.

 

Weitere Informationen:

Infoblatt Ein-/Zweifamilienwohnhaus/Reihenhaus

Infoblatt mehrgeschossiger Wohnbau