Sanierung: Ein klimafreundliches Upgrade für Ihr Zuhause

Das Bewusstsein für Nachhaltiges Bauen und Wohnen in Österreich steigt. Zu diesem klaren Ergebnis kam unsere Trendstudie. 

Vergleich altes Fenster/neues Fenster

Trendwende in der Immobilienlandschaft

Der Bau eines Eigenheims galt für viele Generationen als fixer Punkt. Heute geht der Trend eher zurück. 2024 wurden nur rund 10.300 Baubewilligungen für neue Wohngebäude in Österreich erteilt. Diese Zahl umfasst sowohl Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Wohngebäude mit mehr Wohnungen. Neben den hohen Kosten gilt Nachhaltigkeit zunehmend als Faktor, weshalb viele sich gegen den Hausbau entscheiden. Das hat eine Studie der Raiffeisen Bausparkasse ergeben, die im November 2024 vom Marktforschungsinstitut Spectra durchgeführt wurde. Befragt wurden diesmal 2.203 Personen im Alter zwischen 18 und 69 Jahren. Das Ergebnis zeigt ein stabiles Bewusstsein der Österreicher:innen für Nachhaltigkeit im Allgemeinen: 81% bewerten das Thema als sehr wichtig oder wichtig.

Die Lösung: Sanieren

Eine Möglichkeit, sich dennoch das (Eigen-) Heim seiner Träume zu schaffen, ist das Sanieren eines bestehenden Gebäudes. Hierzulande liegt die Sanierungsquote bei nur 1,5 %. Eine niedrige Quote – wo Sanierungen essenziell sind, um den Energiegebrauch des Gebäudes zu senken, den Klimaschutz zu fördern und darüber hinaus den Wert des Gebäudes sowie die Wohnqualität zu erhalten. Laut Statistik Austria sind aktuell mehr als drei Viertel aller Bestandsgebäude hierzulande vor 1990 gebaut worden. Damit gelten diese zu 60 % aus energetischer Sicht als sanierungsbedürftig.

Außerdem bietet eine Sanierung auch gegenüber dem Neubau viele Vorteile, wie das der finanziellen Lage angepasste schrittweise Agieren, den im Allgemeinen geringeren Baukosten oder dem gesamtgesellschaftlich so wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und der Schonung der wertvollen Ressource Boden.

Die Chancen, dass sich die Quote erhöht, stehen gut: 72 Prozent der Befragten gaben an, Sanierung und Renovierung dem Vorzug vor einem Neubau zu geben. Das waren 3 Prozentpunkte mehr als 2023 und 5 Prozentpunkte mehr als 2021.

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Neustart im (alten) Zuhause

Sanierung bietet die Option, sein Zuhause komplett neu zu erfinden. Vorher hilft es, die eigenen vier Wände auf den Prüfstand zu stellen:

  • Erfüllt mein Zuhause alle meine Bedürfnisse?
  • Was ist mir beim Wohnen besonders wichtig?
  • Welche Bauteile sind besonders sanierungsbedürftig?

Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, könnte man das Haus dann im Zuge ohnehin anstehender Sanierungsarbeiten ohne viel Mehraufwand an die neuen Bedürfnisse anpassen.

Unser Sanierungs-Guide

Fast immer sind Lösungen möglich, die keine allzu großen Eingriffe in die Bausubstanz nötig haben, was das Vorhaben leistbar macht. 

Energetische Sanierung

Eine energetische Sanierung zielt darauf ab, den Energieverbrauch zu senken und die Effizienz zu steigern. Dazu gehört die Dämmung von Wänden, Dächern und Böden, der Austausch von alten Fenstern gegen moderne, dreifach verglaste Modelle sowie die Installation energieeffizienter Heizungsanlagen wie Wärmepumpen oder moderne Brennwertkessel.

  • Badezimmersanierung: Bei der Sanierung Ihres Badezimmers können alte Sanitäranlagen durch moderne, wassersparende Modelle ersetzt werden. Zudem können neue Fliesen, eine ansprechende Beleuchtung und praktische Stauraumlösungen installiert werden, um das Badezimmer sowohl funktional als auch ästhetisch aufzuwerten.
  • Küchensanierung: Die Küche ist oft das Herzstück eines Hauses. Eine Sanierung kann neue Küchenmöbel, energieeffiziente Geräte und ansprechende Arbeitsflächen umfassen. Offene Küchenkonzepte mit einer Kochinsel oder Barbereich fördern die Kommunikation und schaffen ein einladendes Ambiente.
  • Bodenbeläge: Der Austausch oder die Renovierung von Bodenbelägen kann das gesamte Raumgefühl verändern. Optionen sind Parkett, Laminat, Fliesen oder Teppichboden. Die Wahl des Materials sollte sowohl ästhetischen als auch praktischen Gesichtspunkten Rechnung tragen, z.B. Pflegeleichtigkeit und Strapazierfähigkeit.
  • Fassade: Der erste Eindruck zählt, auch bei Ihrem Zuhause. Eine ansprechende Fassade steigert den Wert eines Hauses. Verschönerungsmaßnahmen wie ein neuer Anstrich, Verputz oder die Installation von Fassadenelementen wie Holzverkleidungen können Ihrem Zuhause ein Upgrade verpassen, ein Wärmedämmverbundsystem kann sowohl die Optik als auch die Energieeffizienz verbessern.
  • Raumaufteilung: Eine flexible Raumaufteilung kann den Wohnkomfort erheblich steigern. Das Entfernen von nicht tragenden Wänden kann offene Wohnkonzepte schaffen, während das Einziehen neuer Wände zusätzliche Schlafzimmer oder Arbeitsräume ermöglicht.
  • Außenanlagen: Die Gestaltung von Außenanlagen trägt zur Gesamtattraktivität des Heims bei. Zur Neugestaltung Ihres Gartens zählen unter anderem das Bauen einer Terrasse, oder die Verbesserung von Zufahrten, um sowohl Funktionalität als auch Ästhetik zu fördern.
Person arbeitet am Laptop mit Kaffee und Notizbuch auf einem Holztisch, Newsletter Sujet für Bausparkasse

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